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07.09.2026

Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende sowie zahlreiche Gäste blickten gemeinsam auf ein Vierteljahrhundert voller Begegnungen, Fürsorge und gemeinsamer Erlebnisse im Neubau des cts SeniorenZentrums Hanns-Joachim-Haus in Kleinblittersdorf zurück. Zum Jubiläum gab es viele Glückwünsche, anerkennende Worte und beste Stimmung.

Als der Neubau des cts SeniorenZentrums Hanns-Joachim-Haus am 4. September 2001 seine Türen öffnete, blickte die Einrichtung bereits auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, deren Wurzeln bis ins Jahr 1917 reichen. Mit großer Freude und herzlicher Dankbarkeit feierten Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende, Angehörige, Freunde und zahlreiche Gäste am 05. September das 25-jährige Bestehen des Neubaus. Bei traumhaftem Wetter bot das Fest Gelegenheit, gemeinsam zurückzublicken, Danke zu sagen – und vor allem miteinander zu feiern.


Ein Gottesdienst im Zeichen der Gemeinschaft
Der Festtag begann mit einem feierlichen Gottesdienst im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt. Michael Gorius an der Orgel sorgte für die passende musikalische Umrahmung. In seiner Predigt verglich Pfarrer Mathias Scheer die über viele Jahre gewachsene Gemeinschaft des Hauses mit einem Baum. Damit dieser Baum guten und verlässlichen Schatten spenden könne, brauche er starke Äste – und diese seien vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie seien „das Herz und die Hände dieser Gemeinschaft“, betonte Scheer. Tag für Tag seien sie für die Menschen da, trösteten, lachten gemeinsam mit ihnen, reichten Essen an und übernähmen die oftmals anspruchsvolle Pflege. Umso wichtiger sei ein Umfeld, in dem Mitarbeitende mit Würde, Freude und Wertschätzung arbeiten könnten. Denn nur starke und wertgeschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten den Bewohnerinnen und Bewohnern den Schutz und die Fürsorge geben, die sie benötigten und verdienten.

 

Viel Anerkennung für die Mitarbeitenden

Michael Groß, Geschäftsführer der cts Schwestern vom Hl. Geist Altenhilfe gGmbH, stellte in seinem Grußwort die Menschen in den Mittelpunkt und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für ihr großes und oftmals langjähriges Engagement. „Tradition zu bewahren, bedeutet nicht, stehen zu bleiben. Es bedeutet, das Wertvolle aus der Vergangenheit mitzunehmen und daraus Verantwortung für die Zukunft abzuleiten“, betonte Michael Groß.


Bürgermeister Rainer Lang schloss sich diesem Dank an. Die Arbeit, die in der Einrichtung täglich geleistet werde, sei ein unverzichtbarer Beitrag für die Gesellschaft und die Gemeinde Kleinblittersdorf. Sein besonderer Dank gelte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Bewohnerinnen und Bewohner nach christlichen Werten mit Respekt, Zuversicht, Fürsorge und viel Menschlichkeit betreuten. „Genau das macht diese Einrichtung so wertvoll“, unterstrich Lang.


Eine Gedenktafel bewahrt die Erinnerung
Ein besonders bewegender Moment des Jubiläumstages war die Einsegnung einer neuen Gedenktafel für die verstorbenen Schwestern vom Hl. Geist. Für den stellvertretenden Ortsvorsteher Michael Degott ging damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die Tafel erinnert an die Schwestern, deren Wirken über mehr als ein Jahrhundert eng mit der Geschichte des Hauses und des Ortes verbunden war. Mit Ablauf der Ruhezeiten seien nach und nach die Grabsteine der Schwestern verschwunden – und damit drohte auch die sichtbare Erinnerung an ihr jahrzehntelanges Wirken verloren zu gehen. Umso mehr freue er sich, so Michael Degott, dass die neue Gedenktafel nun dauerhaft an die Schwestern und ihre Zeit im Hanns-Joachim-Haus erinnere.


Sichtlich bewegt zeigte sich auch Schwester M. Alphy Elanjikal, Generaloberin der Schwestern vom Hl. Geist Koblenz. Sie erinnerte an die Anfänge im Jahr 1917. Damals gründeten die Schwestern vor Ort ein Kinderheim und einen Kindergarten und engagierten sich in der schulischen Betreuung. 1945 kam das Altenheim hinzu. Später wurden auch junge Menschen mit Behinderungen in die Obhut der Schwestern aufgenommen. Über Generationen hinweg prägten die Ordensschwestern damit das soziale Leben und die Fürsorge für Menschen. Im März 2023 endete schließlich nach 106 Jahren die Ära des Ordens. Mit der Abberufung der letzten beiden Schwestern verließ der Konvent die Ortschaft und beendete seine Tätigkeit im Haus. Die neue Gedenktafel sorgt nun dafür, dass dieses außergewöhnliche Engagement auch für kommende Generationen sichtbar in Erinnerung bleibt.


Einrichtungsleiterin Rebekka Schmitt-Hill freute sich über die vielen Glückwünsche und die ausgelassene Stimmung. Ihr Dank galt insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den vielen Helferinnen und Helfern sowie den Schwestern vom Hl. Geist, die das Haus über Jahrzehnte geprägt haben. „Euer Engagement ist das Herzstück des Hauses“, betonte Schmitt-Hill und machte damit deutlich, was sich wie ein roter Faden durch den gesamten Jubiläumstag zog: Eine Einrichtung lebt vor allem von den Menschen, die sich täglich für andere einsetzen.


„Teenager Spätlese“ begeisterte das Publikum
Nach dem offiziellen Teil wurde ausgelassen gefeiert. Einer der zahlreichen Höhepunkte des Nachmittags gehörte dabei den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst. Schon der Name ihrer Sitztanzgruppe – „Teenager Spätlese“ – ließ einen besonderen Auftritt erwarten. Und sie enttäuschten ihr Publikum nicht: Mit dem Partyhit „Gute Laune“ waren die Senioren nicht mehr zu bremsen. Es wurde mitgewippt, mitgeklatscht und teilweise sogar mitgetanzt. Für ihren gelungenen Auftritt erhielt die Sitztanzgruppe begeisterten Applaus. Für pausenlos gute Laune sorgte während des gesamten Nachmittags Entertainer Werner Fünffrock. Damit war auch nach dem Auftritt der „Teenager Spätlese“ dafür gesorgt, dass musikalisch keine Langeweile aufkam.


Kulinarische Genüsse und viele Überraschungen
Natürlich durfte bei einem solchen Jubiläum auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Neben einem köstlichen Mittagessen erwiesen sich einmal mehr die zahlreichen gespendeten Torten und Kuchen als großer Renner. Pausenlos im Einsatz waren auch die Helfer hinter dem Zapfhahn und beim Getränkeausschank sowie die vielen helfenden Hände der bewährten Helferteams, ohne deren Unterstützung ein Fest dieser Größenordnung kaum möglich gewesen wäre.
Für eine besondere Erfrischung sorgte die Cocktailbar von Kevin & Simone. Mit „Bahama Mama“, „Tropical Calypso“ und „Tropical Kiss“ kam bei sommerlichem Wetter sogar ein wenig Urlaubsgefühl auf. Auch für Unterhaltung war bestens gesorgt. Eine Fotobox mit zahlreichen bunten Accessoires lud dazu ein, lustige und ganz persönliche Erinnerungen an den Jubiläumstag festzuhalten. Beim Kinderschminken kamen zudem die jüngeren Gäste auf ihre Kosten.


Herzenswünsche fanden blitzschnell Abnehmer
Eine besonders schöne Idee war das Wünsche-Glas. Darin warteten kleine Herzenswünsche der Bewohnerinnen und Bewohner darauf, von Gästen erfüllt zu werden. Die Wunschzettel fanden innerhalb kürzester Zeit viele Abnehmer. Nun dürfen sich die Bewohnerinnen und Bewohner darauf freuen, dass ihre kleinen Herzenswünsche in Erfüllung gehen. Die entsprechenden Überraschungen können bis zum 30. September in der Einrichtung abgegeben werden.


Bis in den frühen Abend hinein genossen Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende und Gäste die gemeinsamen Stunden. Es wurde erzählt, gelacht und getanzt. Der Jubiläumstag endete so, wie er begonnen hatte: geprägt von Gemeinschaft, Dankbarkeit und Menschlichkeit. Bei traumhaftem Wetter, Musik, gutem Essen und vielen persönlichen Begegnungen wurde im Garten nicht nur auf 25 Jahre Neubau zurückgeblickt, sondern zugleich die mehr als 100-jährige Geschichte des Hauses gewürdigt.


Und vielleicht war genau das die schönste Botschaft dieses besonderen Tages, die Bewohner Günther Werner in seiner Meditation sagte: Ein Haus besteht aus Mauern, Fenstern und Türen. Doch lebendig wird es erst durch die Menschen, die darin wohnen, arbeiten, ein- und ausgehen.


(Text und Fotos: Silke Schommer)

 



SeniorenZentrum Hanns-Joachim-Haus Klosterstraße 33, 66271 Kleinblittersdorf 06805/201-0 06805/201-109 info@hjh-seniorenzentrum.de
Rebekka Schmitt-Hill
Einrichtungsleitung
Rebekka Schmitt-Hill
Sabrina Kornbrust
Pflegedienstleitung
Sabrina Kornbrust